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Depression, Schuldgefühle und andere sorgen

Silbermond geben nächstes jahr ein Konzert in Schwerin.
Natürlich ich könnte jetzt sagen: „ wow, cool, da MUSS ich hin“ einerseits würde ich das auch gerne sagen weil ich schwerin schön finde, weil ich da die möglichkeit zur übernachtung habe und weil ich schon lang nicht mehr dort war. Andererseits wird mir bei dem bloßen gedanken an diese Stadt übel. Wobei übel vielleicht das flasche wort sein könnte – angst. Panische Angst bekomm ich.
Es ist erschreckend wie wenig man eigentlich über all die Jahre verabeiten kann wenn man es nicht will bzw. sich nicht dazu bereit erklärt. Es ist jetzt schon gut 10 Jahre her und ich kann noch immer nicht ordentlich darüber sprechen geschweige denn Schwerin betreten ohne das ich sofort an all jene Momente denke – an den letzten Moment der mir alles raubte was ich je besaß.
Ich hab zu meinem geburtstag irgendwie ziemlich lapidar mit meinen Freunden drüber gesprochen, hab so ein wenig erzählt oberflächlich wie immer ohne gefühl. Ohne schuldgefühl im Magen – als ob diese Geschichte weit, weit entfernt wäre und nicht an mich heran kommen könnte als ob ich aus dieser „Geschichte“ heraus gewachsen wäre. Ich stecke noch in ihr und sie quält mich, manchmal mehr, manchmal weniger. Ich habe stets angst vor dem Moment das irgendwann eine Patientin oder ein Patient bei uns auf Station liegen könnte mit genau der selben Diagnose. Eigentlich hatte ich damals der Pflege abgeschworen, hatte dem glücklich sein tschüß gesagt und hab mich ganz und gar den ewigen Vorwürfen hingegegebm. Ertränken wollte ich mich – ertränken im selbstmitleid. Doch das tue ich nur phasenweiße, phasen wie diese hier. Meist ertränke ich mich nicht in selbstmitleid sondern in schuldgefühlen.
Ich hab genug Fachwissen um zu wissen das niemand schuld daran ist, das es eine Erkrankung ist von der niemand wirklich weiß warum der eine sie kriegt und so viele andere aber nicht – und doch. Hab ich bis heute das Gefühl sie herbei gerufen zu haben – den Tod – ihren Tod.
Wenn ein neun jähriges Kind bereit ist zu sterben und es sich wünscht und statt dessen drei jahre später einer der wichtigsten Menschen von ihm entrissen wird – was soll man da noch von denken? Vor allem wenn dieser Wunsch in den drei jahren nie aufgehört hat?
Ich weiß wirklich nicht warum ich noch immer so sehr darunter leide, ich wünschte ich könnte befreiter damit umgehen, könnte vielleicht mit jemanden ein wenig über sie sprechen. Aber wenn meine Großmutter oder meine Mutter manchmal etwas über sie sagen, wird mir schlecht und ich verstumme erwider nichts darauf. Meine Gefühle den Menschen offenbaren denen es ebenso ergeht? Das kann ich nicht, dazu bin ich nicht in der lage. Ich kann ihnen doch schlecht sagen das ICH mich verantwortlich fühle, das ich mich dafür Hasse das ich ihr nicht ein „schönes“ wort zu unserem letzten abschied gesagt habe sondern in tränen ausgebrochen bin.
Warum nur? Warum habe ich geweint? Warum konnte ich ihr nicht sagen wie sehr ich sie liebe? Mir kommen die Tränen wenn ich daran denke, mein Gesicht verzieht sich leicht weil die Augen zugekniffen werden ehe ich auch hier beim „einfachen“ schreiben weine. Ich vermisse sie so sehr, obwohl es doch schon 10 jahre sind. 10 jahre und ich bin in keinster weiße drüber hinweg. Ich wünchte ich wäre hart genug, wäre kräftig genug um dadurch zu kommen aber wie kann man stark genug sein wenn man sich selbst hasst? Selbsthass verhindert jede Form des Stark werdens… .

Ich habe vorhin im Fernsehn ein kurzen talkausschnitt über Robert Enke und seine Depression gehört und das die Umgebung sich besser anpassen sollte, das man offen darüber sprechen sollte damit sich das Umfeld eben zu helfen weiß das sie wissen wie damit umzugehen ist und wie sie helfen können.
Ich, da ich nach vielen tests und verschiedenen fachbüchern ( die ich natürlich alle selbst ohne arzt gemacht habe ^^ ) für mich die diagnose Depression habe muss dazu jedoch klar sagen, ich will keine Hilfe. Ich will niemals das meine Familie davon wind bekommt das ich Depressiv bin bzw. das ich dafür womöglich irgendwann etwas einnehme ( ich denke da werde ich kaum drum rum kommen) . Ich habe ihnen nie von der Psychoanalyse erzählt davon das mir eine Tagesklinik empfohlen wurde und ich erstmal nicht arbeiten solle sondern erstmal dort hin gehen zur Therapie. Das war vor vier oder fünf jahren. Ich war danach nie wieder bei so etwas wie einem Facharzt für Psychatrie oder so. Aber ich habe mir jetzt vorgenommen am Montag einen neuen Hausarzt zu suchen und ja, ich will ehrlich sein, ich möchte da gleich im sprechzimmer zu ihr sagen das ich nach eigener Anamnese Depressiv bin und ich deswegen wenn möglich ein paar Ärztliche empfehlungen hätte und gleich eine überweisung. Wahrscheinlich wird die Ärztin/Arzt ganz schön blöd gucken wenn ich das gleich sage und vor allem wenn sie hört das ich das selbst fest gestellt habe. Aber ich denke verstecken hilft nun auch nichts mehr, ich ziehe das jetzt durch das muss sein es hilft nichts. Ich hab mir schon vieles zurecht gelegt falls sie fragen sollte warum ich das denn glaube diese „dinge“ lauten wie folgt:  ich leide unter absoluter antriebsarmut ich krieg mich kaum noch zu dingen aufgerafft inzwischen soweit das ich nicht einmal mehr gerne schreibe und gelesen hab ich seit wochen nichts mehr, ich schlafe sehr schlecht manchmal wach ich auf hab aber meist probleme mit dem einschlafen, ich habe absolute phasen in denen ich gar nichts kann – in denen ich nur grübel und da sitze und nicht weiß was nun – ja und da wären diese Gedanken… nicht immer und momentan nur sehr gering diese letzte möglichkeit die einem noch bleibt, der Notknopf auf dem die Hand immer zitternd liegt erwartungsvoll starrt man seine eigene hand an und wartete darauf das sie fest auf den Knopf drückt um abzuspringen; Leistungsminderung habe ich dann natürlich auch, dann hab ich ständig kopfschmerzen bin non stop eigentlich müde und na ja… so typische sachen eben… so und um auf das mit der Umgebung wieder zurück zu kommen-> Ich könnte auch niemals mit jemanden ernsthaft über Geschehenisse von damals sprechen, nicht so das es mir helfen würde. Ich haße diese Mitleidsblicke oder diese rohe ei behandlung die man abbekommt wenn jemand merkt es stimmt etwas nicht. Diese Blicke jedoch die tun weh, diese Mitleidigen hilfslosen blicke die einen zerfleischen weil man damit spürt das man dem anderen damit weh tut – immer und immer wieder.
Ich hab mit meinen Freunden auch lapidar über meine Schulzeit gesprochen. Auch hier hab ich so ziemlich alles runter gespielt hab fast schon lachend von meinem lehrer erzählt, von meinen mitschülern, von den tritten in den Bauch. Ich hab ihnen nicht erzählt das ich mich noch gut daran erinnern kann wie ich mal auf den warmen asphalt gestoßen wurde und meine Glasflasche im ranzen zerbrochen ist als sie gegen mich getreten haben. Ich hab ihnen nicht von dieser furcht erzählt die ich hatte. Ich weiß auch nicht, ich glaube nicht das Freunde sowas wirklich wissen sollten, jedenfalls nicht alles, jedenfalls nicht mit dem ganzen gefühl. Hätte ich nicht die ganze zeit blöde witze gerissen drüber wäre ich evtl. in tränen ausgebrochen oder hätte mich verkrochen aber meine beste überspiel methode war und ist ja schon immer das blöde Lachen gewesen. Lache wenn es nicht zum weinen reicht – hat ja schon Grönemeyer gesungen. Doch was tun wenn es nicht mal mehr zum lachen reicht?
Außerdem hatte ich ein wenig das gefühl das meine Freundin und ich uns ein wenig in unseren Horrorgeschichten übertrumpfen wollten … und sie war hinterher auch ziemlich merkwürdig meinte das ihr das jetzt total peinlich seie. Mir nicht, mein gott, ist passiert das alles damals… Nein, okay, ein moment.
Es ist mir natürlich nicht egal, aber da ich bewusst die gefühle weg gelassen habe und die tatsache wie verzweifelt ich war das ich so jung schon bereit gewesen wäre einfach zu sterben das habe ich weg gelassen. Das was meiner Geschichte die ganze Tragik gibt hab ich weg gelassen, die versuche mir Freunde zu kaufen, die versuche Freundschaften in der Realschule zu knüpfen und dies eigentlich nie richtig zu schaffen ( um ehrlich zu sein kann ich auch auf den großteil meiner damiligen Klasse gut und gerne verzichten – mit wenigen ausnahmen natürlich) und dann die Kur, Maria und Yasmine. Maria der Mensch der mich irgendwie von anfang an zu mögen schien, Maria, die der ich erlaubt hab mit büchern nach mir zu werfen falls ich schnarche oder es ihr schlecht geht. Maria, das Mädchen das ich stets bewundert habe und es noch tue. Und Yasmine? Das Mädchen zu dem ich gerne sage sie seie meine andere bekloppte seite. Das mädchen das schon allein wenn es „arschloch“ aus jucks zu mir sagt das so betont das ich mich kaum halten kann… .
Mh, viele Menschen behaupten man würde sich gerne an die Schulzeit erinnern. Mich nervt sie und ich bin froh da weg zu sein, ich mochte die Berufsschule aber niemals auch nur irgend eine andere Schule. Ich liebe das arbeiten – vielleicht weil ich mich gerne quäle wie es damals die Psychoanalyse frau zu mir meinte – vielleicht aber auch, weil es die arbeit ist die mich erfüllt und glücklich macht… wer kann das schon genau sagen – wenn nicht ich?!

20.11.09 23:57
 
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