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Farfalla

Es würde ein Scherbenhaufen sein den sie zurück lassen würde.
Nichts würde mehr so sein wie früher, niemand würde mehr so über sie denken,
reden oder gar lachen, niemand mehr würde sagen dass sie Feige wäre.
Wenn sie nur dieses eine mal zu dem stehen würde, was sie stets sagte, dann wäre es soweit
alles wäre vorbei.

Es war eigentlich ein Tag wie all die anderen gewesen, sie hatte ihre müden Knochen erneut kaum aus dem Bett erheben können, zu schwach war der zerstörte Körper, zu schwach waren die Muskeln gewesen die keinerlei Reserven hatten und keine Energie verbrauchen konnten mit ihren Bewegungen und doch, war sie aufgestanden und hatte ihr fahles fast graues Gesicht im Spiegel betrachtet, hatte ihre hervorgetretenen Schlüsselbeine vor dem Spiegel betrachtet und sanft an ihren Rudimentären überbleibsen am Steiß gestrichen ehe sie sich auf ihren besten Freund getraut hatte.
Ihr Herz hätte schneller geschlagen – wenn es nicht bereits völlig aus dem Takt gekommen wäre – es schlug wie es wollte, immer mal wieder hatte sie sogar das Gefühl ihr Brustkorb würde zerspringen so unregelmäßig schlug es.
Heute würde es ein schlechter Tag werden, der Freund log nicht, der Freund log nie. Seit sie begonnen hatte war er es gewesen der sie in die Knie gezwungen hatte, steh auf  Mädchen hatte er dann danach gerufen und nun?
Sie blickte sich von der Seite an und streckte sich nach hinten, ihre Rippen traten noch etwas mehr hervor, ja, zwischen der dritten und vierten Rippe konnte sie klar erkennen – da war etwas mehr fett als gestern. Ihr getrübtes Selbstbild – es log sie nie an.
Zur Strafe hatte sie sich entschieden lieber zu Joggen als zu Essen. Auch die obligatorische Reiswaffel an der sie zumeist drei Stunden während der Schule herum knabberte hatte sie weg gelassen und hatte sich entschieden ihren Körper nur mit Wasser aufzufüllen. Ihre Nieren waren längst überfordert, sie wurden täglich begossen und manchmal hatten sie nicht einmal die Chance das Wasser aufzunehmen weil sie es nicht mehr bei sich behalten konnte.
Ihr damals noch so dichtes Haar, war dünner geworden, es glänzte längst nicht mehr so wie früher. Doch wenn sie sich so betrachtete wie sie es jeden Morgen tat, wusste sie, das sie nur so schön war. Es gab nichts das sie so gut beherrschte wie dieser einsame Weg des Sterbens. Sie war stets die hässliche kleine Raupe gewesen, niemand hatte ihr je zugetraut doch irgendwann der wunderschöne Schmetterling zu werden. Nun jedoch, wie sie sich so ansah wusste sie, das sie ein Schmetterling war unfähig ja, unfähig zu fliegen. All die Worte al die Qualen hatten die Schönheit zerstört. Zerbrochen lag sie da, gebrochen am Leben, gebrochen am Hungern.



12.09.2008 Farfalla(Schmetterling) wurde von mir geschrieben und darf ohne meine zustimmung nicht weiter verbreitet werden.

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