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I will go down with this ship
And I won´t put my hands up and surrender -> Dido -White Flag

 

Das Leben ist ein gigantisches Märchen. Unbegreiflich schön, schmerzhaft kurz und dennoch jeden Augenblick wert.  Wie oft im Leben hab ich mir selbst den Tod gewünscht? Wie oft war meine Verzweiflung so gigantisch groß das mir lieber sterben wollte als Leben, wie oft habe ich mich einsam gefühlt, wie oft war und bin ich einsam. Dennoch habe ich jeden Versuch, jeden Gedanken nie bis zum Ende durchgeführt oder gedacht.
Ich sehe mich, als seie es erst wenige Tage her, auf der Fensterbank sitzen, die Beine angewinkelt, hinabblickend in den tiefen Tod und doch, nicht bereit es zu tun. Ich werde im Alter von 9 Jahren noch öfter am Fenster oder auch auf der Fensterbank stehen/sitzen und mir überlegen welch Gefühl es wohl seie wenn ich auf dem kalten Asphalt vier Stockwerke unter mir landen würde.
Ich habe irgendwann, vor zwei drei Jahren, einen netten Spruch gelesen: Genau eine Sekunde bevor er auf der Erde aufschlug vermisste er das Leben, an das er nicht glauben konnte als er sprang.
Ich habe bis heute das Problem mit den Fenstern, keines öffne ich unbeschwert, keines ist einfach nur offen – nein, es bietet den Notausstieg den ich Jahrelang gebraucht und nie verwendet habe. Ich könnte stunden an einem offenen Fenster stehen. Manche unter euch würden vielleicht einfach nur denken ich bin bescheuert, andere glaubten vielleicht ich würde aus dem Fenster hinaus blicken. Aber das ich mit jeden Blick Richtung Himmel und Erde abwäge ob es sich lohnt zu leben oder zu sterben, das denkt wohl niemand – so wende ich mich zumeist nach 15 Minuten ab, bereit um zu Leben… oder auch nicht?
Hohe Gerüste, brücken, klippen, Balkone haben ohne hin etwas „magisches“ etwas so anziehendes für mich das ich sie stets versuche zu meiden. Ich blicke etwas ungern hinunter, nicht wie bei Fenster. Denn es ist irgendwie etwas anderes zu wissen das es nur ein Schritt ist als sich da noch über die Fensterbank zu schwingen um zu sterben. Ein Schritt kann sehr reizend sein, ja, ich erinner mich noch lebhaft an die zeit in der ich ständig jeden Tag Joggen war( und ich somit meinen Körper zu dem Wrack gemacht habe der er jetzt ist, weil mir das Wetter stets egal war und ich nun kaum atmen kann wenn ich Jogge) und ich mindestens 5 Minuten an einem Abhang stand und mir jedesmal dachte: „ hey, spring mit dem Kopf voraus hinab, das sieht dann nur aus als seie ich unglücklich gestürzt. Ich bin nie gestürzt, und an meinem Balkon ist ein Vogelnetz das mich von solchen Ideen abhält, gut, nicht? Die Entscheidung wurde mir so ganz leicht aus der Hand genommen.
Über Gifte habe ich auch ein netten Spruch gelesen, „Das einzige entscheidende Argument, welches zu allen Zeiten die Menschen abgehalten hat, ein Gift, zu trinken, ist nicht das es tötet sondern das es schlecht schmeckt“ In den Zeiten der Tabletten hat sich dies natürlich grundlegend geändert. Am 25.2.2002( ja ich erinnere mich noch sehr sehr gut daran) habe ich etwa 20 Paracetamol eingenommen, in der Absicht zu sterben. Um die Wirkung zu verstärken habe ich sogar noch etwas gegessen, ich bin dankbar für diese Tat( das Essen) denn so konnte ich viel leichter und viel sicherer die 20 Tabletten wieder erbrechen – ich lebe und meine Leberwerte zeigen bis heute( sie werden erst seit ich im KH arbeite kontrolliert) keine Auffälligkeiten.
In dieser ganzen Zeit, in denen ich mir das Leben nehmen wollte und ich es manchmal auch versucht hatte. Hatte ich keinen Menschen dem ich davon ohne angst erzählen konnte und habe. Wie sagt man Menschen die man liebt dass man das Leben satt hat? Das man sterben möchte. Ich war nie bei einem Psychologen – obwohl es zu Tage ja „modern“ geworden heut ist einen Psychologen zu haben. Ich hab meine Depressiven Phasen stets damit abgetan das ich in der Pubertät war. Die Versuche? Die habe ich stets verdrängt, es hilft solche Dinge zu verdrängen.

Jetzt bin ich 21 und blicke auf diesem Trümmerhaufen den ich aus Selbsthass erbaut habe. Ich sehe manchmal zu unseren Ärzten in der Psychiatrie( in der ich noch etwa 9 Tage arbeiten werde ehe ich die Station wechsle) sehr negativ gegenüber wenn sie ihre Diagnosen stellen. Vielleicht erkennen sie Alkoholiker und Drogensüchtige. Doch eine Depression erkennen sie nicht einmal wenn sie wasch echt vor ihnen steht.

Ich will nicht mehr im Selbstmitleid ertrinken, ich habe das schwimmen gelernt. Ich kann im See der Selbstzweifel schwimmen, ich bekomme von niemand einen Rettungsring zugeworfen und vielleicht ist das auch gut so, denn ich bin an meiner eigenen Situation stets selbst verantwortlich. Ich habe mich entschlossen einen anderen Weg zu gehen, einen Weg der womöglich nicht leicht ist, aber er ist gut, das spüre ich….

Unser Leben ist im vergleich zur Unendlichkeit ein Augenschlag – nein, ein halber…
und doch, tun wir es gerne. Es ist merkwürdig wie schnell wir doch vergessen uns am Leben zu wundern. Du, ja ich mein dich, du lebst! Und ja, das ist nicht Selbstverständlich! Du lebst nur dieses eine mal und es grenzt an das unmögliche das ausgerechnet du lebst! Genau das macht dich zu etwas besonderem, du hattest so viele Möglichkeiten nicht geboren zu werden und doch sitzt du da, als Mensch aus Fleisch und Blut! Ich möchte einen sehr klugen Mann zitieren: „ Das Leben ist eine Gigantische Lotterie, in der nur die Gewinnerlose sichtbar sind, du bist so ein Gewinnerlos, Lucky you!“

Sei ein Joker in dem Augenblick der Unendlichkeit.

Himo

 

 

8.10.08 21:42
 
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